Unsere Kirche

... ist für Sie wochentags von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Sie will auch ein Ort des stillen Gebets sein.
Es liegen Besinnungstexte auf. Man kann eine Kerze anzünden.

Mit folgenden Beiträgen wollen wir Sie über die Ausstattung und die Baugeschichte unseres Kirchengebäudes informieren:

Zum Namen der Auferstehungskirche
Die Verantwortlichen für den Kirchenbau
Der Altar
Der Lebensbaum
Das Taufbecken
Die Orgel
Das Mosaik
Die Fenster
Die Decke
Der Bau
Die Architekten und ihr Plan
Die Künstler


Zum Namen der Auferstehungskirche

"Der Herr ist auferstanden", so steht es auf dem Grundstein unserer Kirche, der 1984 gelegt wurde. Dem Auferstandenen gehört unser Glaube, mit ihm steht unsere Hoffnung, er schenkt und bewirkt unsere Liebe. Er ist die Kraft und die Herrlichkeit in unserem Gemeindeleben.
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Die Verantwortlichen für den Kirchenbau

Die Beschlüsse über die Gestalt der Kirche, die Vergabe an die Firmen, die Ausgestaltung und Einrichtung wurden vom damaligen Kirchenvorstand und seinem vorberatenden Bauausschuss gefasst.

Dem Kirchenvorstand gehörten seinerzeit an: 
Hans Böck, Heinz Borchert, Walter Hermann, Ingrid Krull, Rosa Machmor, Peter Schmidt, Liselotte Sczepannek, Joachim Wendlandt, Markus Wiesinger, Christine Zeiske, Peter Morgenroth, Susanne Vogt.

Zum Bauausschuss zählten:
Hans Böck, Heinz Borchert, Hartmut Brunner, Walter Hermann, Kurt Koch, Peter Morgenroth, Rudolf Müller-Hagen, Klaus Peters, Susanne Vogt, Hans Wuschig, Christine Zeiske.

Ferner wirkten auch frühere Kirchenvorstände mit:
Petra Blanke, Heidi Ehrenwinkler, Herwig Hillegeist, Ernst Hoff, Edith Keiser, Hoerst Lang, Richard Pfisterer, Burkhard von Roell
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Der Altar

Als Ort der Verbindung zwischen Gott und Mensch steht unser Altar mitten im Raum. Hier versammelt sich die Gemeinde beim Abendmahl, um Brot und Wein als Zeichen der Gemeinschaft miteinander zu teilen. Durch das Sakrament des Abendmahles wird die verbindende und Gemeinschaft stiftende Gegenwart des Auferstandenen spürbar.
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Der Lebensbaum
(Text von Susanne Vogt)

 Der Baum gehört von alters her zu den Ursymbolen des Lebens: Wurzeln, Wachsen, Blühen, Fruchtbringen, Verwelken, von neuem Ausschlagen. Die Schöpfungsgeschichte der Bibel berichtet, dass Gott inmitten des Paradieses den Baum des Lebens pflanzt. Nach dem Sündenfall müssen Adam und Eva den Garten Eden verlassen, damit sie sich nicht auch noch am Baum des Lebens vergreifen.

Eine Legende führt die Geschichte so fort: Als Adam nach langen Jahren harter Arbeit alt geworden ist und im Sterben liegt, macht sich sein Sohn Seth auf den Weg zum Paradies. Er will den Cherub um ein Zweiglein vom Baum des Lebens bitten, in der Hoffnung, dass dieses seinen Vater noch einmal gesunden lasse. Seth bekommt das Zweiglein, aber als er zurückkommt, ist Adam schon tot. So legen sie ihm das Zweiglein aufs Herz und begraben ihn. Zum Erstaunen der Menschen wächst aus Adams Grab am Golgathaberg ein gewaltiger Baum, aus dessen Holz man nach Tausenden von Jahren das Kreuz Christi zimmert.

Durch seinen Tod sühnt Jesus die Schuld der Menschen. Adams Ungehorsam am Baum der Erkenntnis tilgt er durch seinen Gehorsam am Kreuz. In der Auferstehung erhöht Gott das Kreuz, den Baum des Todes, zum neuen Baum des Lebens. So gibt Gott den Menschen zurück, was ihnen seit dem Sündenfall verwehrt wurde - Zugang zum Leben.

In der christlichen Kunst wird häufig ein Kreuz dargestellt, aus dessen Fuß ein Weinstock wächst, der Früchte trägt. Ein solches Bild kann uns Zeichen sein für mehreres: Gleichnis fürs Abendmahl, Symbol für das Leben, welches aus Tod und Auferstehung erwächst, Sinnbild für Jesu Wort: "Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht". So soll auch der Baum in unserer Kirche Zeichen sein für das neue Leben, das wir durch Jesus Christus empfangen haben.
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Das Taufbecken

"Ich bin die Auferstehung und das Leben"
Diese Inschrift ist in das aus Holz gearbeitete Taufbecken eingeschnitzt. Zu ebener Erde ist das Taufbecken mitten in der Kirche aufgestellt, vor dem Altar, von den Bänken und Stühlen der Gemeinde umringt.
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Die Orgel

Die Orgel hat über dem Lebensbaum einen grandiosen Platz gefunden. In Bach'scher Tradition kündet sie vom Lob Gottes mit den Mitteln der Musik. Sie weist als architektonischer Wegweiser über dem Lebensbaum und als oberer Begleiter des Altares und Kirchenraumes zum Himmel.

Im Juni 1985 beschloss die Gemeinde, sich diese neue Orgel anzuschaffen. Eine gute Investition, denn seit ihrer Inbetriebnahme ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Gottesdienstes und der konzertanten Angebote der Gemeinde geworden.

Der Orgelbauer Herr Karhausen aus Altrang bei Kaufbeuren wurde mit dem Bau der neuen Orgel beauftragt. Dieser sollte insgesamt etwa zwei Jahre dauern. Viele Helfer aus der Gemeinde haben Herrn Karhausen unterstützt und mit diesen vielen Freiwilligenstunden wurde es auch möglich, dieses Prunkstück in der Kirche aufzubauen.

Seit 1987 steht die Orgel fertig an der Altarwand auf der Empore:
15 Register, 2 Manuale, meditativ und doch gut zeichnend und klar.
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Das Mosaik

Am nördlichen Ausgang, nahe der Sakristei, stößt man auf ein sehr sehenswertes Mosaik, das den segnenden Auferstandenen zeigt.

"Geht in Frieden", sagt dieser Christus allen, die in der Auferstehungskirche Stille und Sammlung und die Begegnung mit Gott gesucht haben.
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Die Fenster
(Text von Pfr. P. Morgenroth)

Südfenster

Dieser Osterglaube wird in der linken Fensterreihe aufgenommen. Ein runder Tisch ist gedeckt mit Brot und Wein. Das wird zum Zeichen einer neuen solidarischen Gemeinschaft der Christen, die zu teilen beginnt, im Abendmahl und darüber hinaus: Freud und Leid, Stärken und Schwächen, Gedanken und Gefühle. Im Zeichen der Auferstehung setzt sich die Gemeinschaft der Christen für diese Welt ein. Daneben lagern sich Löwe und Rind friedlich beieinander. Es wird die Zeit kommen, wo der Starke dem Schwachen nicht mehr Gewalt antun wird und der Ohnmächtige in Frieden leben kann. Seit dem Ostermorgen hofft die Christenheit, dass Gott Frieden schaffen möge in seiner geschundenen Kreatur. Der Glaube an die Auferstehung ist zugleich Hoffnung auf eine neue Schöpfung, auf eine bessere Welt. Eines Tages wird dann Raum sein für jeden in seiner Art. Auf dem nächsten Fenster sind viele Wohnungen angedeutet. Es wird die Zeit kommen, wo Gott Tür an Tür mit den Menschen wohnen wird und alle Tränen abgewischt sind.

Nordfenster

Der Glaube an die Auferstehung beginnt an Ostern. Eine Ostersonne ist in der rechten Fensterreihe zu sehen, ausgespannt zwischen schlafenden und zweifelnden Jüngern und einem Engel mit erhobener Hand: "was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Fürchtet euch nicht! Gott ist stärker als der Tod, mächtiger als die Verzweiflung, weiter als die Dimensionen dieser Welt."
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Die Decke

    

Die Decke ist in den Farben von Himmel und Erde gehalten. Die Taube in der Laterne weist auf Gottes guten lebenschaffenden und friedenstiftenden Geist hin der in alle Himmelsrichtungen strömt.
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Der Bau der Auferstehungskirche

Die ersten Pläne zum Bau gehen bis in die späten 50er Jahre zurück. Bereits 1959 wird ein erstes Kirchenbaugrundstück in der Oberen Lagerstraße erworben. Im Januar 1963 wird dann der heutige Standort in der Allinger Straße 24 gekauft, im Mai 1964 erfolgt die Grundsteinlegung für ein Gemeindehaus, das im Dezember 1964 eingeweiht wird.

Damals ist Puchheim noch 2. Predigtstation von Gröbenzell und gehört damit auch zum Dekanat München. Eine eigene Kirchengemeinde Puchheim wird im Juni 1970 gegründet, das Gemeindezentrum wird erweitert und im März 1976 eingeweiht. Im Februar 1978 wird dann der Antrag auf einen Kirchenbau gestellt. Durch den mittlerweile vollzogenen Wechsel zum Dekanatsbezirk Fürstenfeldbruck werden die Baupläne noch einmal überholt, aber am 31. Oktober 1984 ist es soweit: Das Richtfest der Auferstehungskirche findet statt und wird gebührend gefeiert.
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Die Architekten und ihr Plan

Was hat nun die Architekten bewogen, die Auferstehungskirche so zu bauen, wie wir sie heute kennen? Dazu die Gedanken der Architekten Graefe, Hetzel, Oppermann:
"Bedenken wir, dass der Grundriss der christlichen Kirche nach Luthers Verständnis der Stiftskirche Mosis nachgebildet ist.

Luther verstand den Kirchenbau als "Haus", in dem "nichts anderes drin geschehe, denn dass unser lieber Herr mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang."

Und da ist zum anderen unsere Zeit, in der wir leben. Wir sahen unsere Aufgabe darin, mit Zurückhaltung im rechten Maß zu bleiben. Wir wählten zum Bau gebrannte Ziegel und lebendiges Holz, ein Baumaterial also, das nicht für die Ewigkeit bestimmt ist. Dankbar empfanden wir, dass wir in einer glücklichen Werkgemeinschaft mit trefflichen Bauleuten, mit Bildhauer, Maler und Architekten an diesem Hause bauen konnten - nach der Gewohnheit längst vergangener Jahrhunderte."
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Die Künstler

Karlheinz Hoffmann, Jahrgang 1925,

hat den Kirchbau als Bildhauer betreut. Von ihm stammen Entwurf und Ausführung von Altar, Kanzel und Taufe, von Lebensbaum, Altarkreuz und Leuchtern. Er stammt aus einer pommerschen Handwerkerfamilie, studierte an der Akademie München, war Meisterschüler bei Prof. Hiller und hatte seit 1955 sein Atelier in Nymphenburg. Er ist Mitglied der Neuen Gruppe, der Künstlergilde und der deutschen Gesellschaft für christliche Kunst. Seit 1962 ist er in Wieling am Starnberger See ansässig.

Karlheinz Hoffmann arbeitet mit verschiedenen Materialien: mit Holz, Stein, Schmiedebronze und mit dem Zeichenstift. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Geigenbau und mit Musik. Er schreibt von sich, dass er zurückhaltend sei, skeptisch und phlegmatisch in Sachen Ausstellungstätigkeit.

Er wurde beauftragt mit der Gestaltung von Höfen und Plätzen, Portalen, Wandflächen und Freiplastiken, sowie mit der Gestaltung von Kirchen: z. B. in der Dreifaltigkeitskirche in Hamburg, beim Klinikum München und Würzburg, beim Polytechnikum München, in der Akademie Tutzing, am Verwaltungsgebäude des Bayr. Rundfunks und in der Pfennigparade. Dabei hat sich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Hubert Distler oft bewährt.

Beim Bau der Auferstehungskirche in Puchheim widmete Karlheinz Hoffmann auch den Details gebührende Aufmerksamkeit. Ob es nun eine Einzelheit an der Emporenbrüstung war oder die Ausformung der Kapitelle. Der Künstler hat sich vor allem bemüht, dem Namen der Auferstehungskirche nicht nur im Motiv des Lebensbaumes Ausdruck zu geben.

Hubert Distler, Grafrath,

wurde mit der künstlerischen Gestaltung von Kirchendach, -fenstern und -türen beauftragt und hat die Gestaltung insgesamt begleitet.
1919 in Lindau, Bodensee, geboren
1947-1952   Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München
Seit 1956 Gestaltung von Altarwandfresken, Deckenmalerei, Glasfenster, Holzschnitztafeln für Kirchen.
Studienreisen nach Spanien, Italien, Frankreich, Israel, Ägypten und in die Türkei

Er schreibt von sich selbst:
Mein Grundthema "Sonne und Dornen", "Himmel und Erde" habe ich intuitiv erlebt in der Rhonedeltalandschaft Camargue. Es wurde bei weiteren Reisen bekräftigt, als allgemein gültig bestätigt. Begleitet waren alle Erlebnisse der Reisen mit dem geschichtlichen Wissen von Grausamkeit, Blut und Mord, vielfach aus religiösen Gründen.

  Was soll ich als Maler über meine erlittenen Reisen berichten? Vom glühenden Sonnenuntergang in Naxos, von der Distelpracht in Bodrum, von Mumien in Kairo, von schwebenden Inseln in der Ägäis? Soll ich meine zahlreichen Reiseskizzen daheim verschönernd manieriert kopieren? Ich will nicht Malkultur oder intellektuelles Kulturschaffen, nicht Abglanz des Gesehenen. Ich will nicht Abbild, sondern Sinnbild. Es bleibt mir als Maler nur, vorurteilslos hinzuschauen, Fragezeichen zu setzen. Mit meinen Bildern will ich nur fragend aufweisen, dass es einen Himmel und eine Erde gibt in allen Variationen.
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